Müllsammelaktion in der Emmericher Ward
Das Hochwasser des Rheins sorgt jedes Jahr dafür, dass große Mengen Müll in der Emmericher Ward angeschwemmt werden. Im Frühjahr beseitigen die Bewirtschafter der landwirtschaftlichen Flächen den angeschwemmten Abfall auf Wiesen und Weiden. An anderen, nicht landwirtschaftlich genutzten Stellen bleibt der Müll jedoch oft jahrelang liegen. Das ist nicht nur ein unschöner Anblick, sondern schadet auch Pflanzen und Tieren. Mitunter werden sogar gefährliche Gegenstände angeschwemmt, etwa halbvolle Teereimer, die eine Bedrohung für das Gebiet und die dort lebenden Wildtiere darstellen.
Im Rahmen von Der Rhein Verbindet untersucht der NABU gemeinsam mit Freiwilligen zweimal im Jahr, wie viel und welche Arten von Müll entlang der Ufer zu finden sind. So gewinnen sie wertvolle Erkenntnisse darüber, woher der Abfall stammt. Mit diesem Wissen möchten sie das Problem gezielt angehen und verhindern, dass Müll überhaupt in die Natur gelangt. Müllsammelaktionen spielen dabei eine wichtige Rolle.
Am 7. März machten sich rund 15 Freiwillige des NABU bei einer großen Müllsammelaktion an die Arbeit. Innerhalb von fünf Stunden sammelten sie eine enorme Menge Abfall. Dabei stießen sie auf die unterschiedlichsten Fundstücke: Autoreifen, Toilettensitze, zwei Leitpfosten, eine Autostoßstange, Sandförmchen, Flaschenpost, Tausende Wattestäbchen, Verpackungsreste und unzählige kleine Plastikstücke. Solche Aktionen machen deutlich, wie groß das Müllproblem entlang des Rheins tatsächlich ist.
